Auch wenn die Unglücksbilder der gekenterten Concordia allerorts präsent waren, bleiben Kreuzfahrten in der deutschen Reisebranche wohl das am stärksten wachsende Urlaubssegment.
Laut einer Befragung von Führungskräften der Branche durch den Travel Industry Club rechnen 79% nicht damit, dass sich die Havarie lang- oder mittelfristig negativ auf die Kreuzfahrtbranche auswirken wird. 58% meinen nämlich, dass das Concordia-Unglück lediglich mit der Reederei Costa in Verbindung gebracht wird. So denkt nur ein Drittel, dass das Unglück vor der Küste Italiens der gesamten Kreuzfahrtindustrie schade.
Dennoch dürfen die Kreuzfahrtunternehmen nun nicht nachlässig werden: 88% der Befragungsteilnehmer halten nun nämlich eine grundsätzliche Aufklärungsarbeit für notwendig, damit neue Zielgruppen nicht verunsichert werden. Im Zusammenhang damit wird außerdem die Forderung nach einer Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen auf den Schiffen laut. In der Reiseindustrie ist man hingegen nicht der Meinung, dass sich das Vertrauen in große Schiffe reduziert hat, lediglich 28% denken, dass Urlauber tendenziell kleinere Schiffe buchen werden.
So werden wohl auch die Deutschen weiterhin ihre entdeckte Liebe zur Urlaubsseefahrt pflegen und fleißig Kreuzfahrten buchen. Im Zusammenhang damit halten es übrigens nur 34% der Befragten für denkbar, dass 2012 aufgrund des Concordia-Unglücks Kreuzfahrten generell günstiger werden. Das eine oder andere Schnäppchen lässt sich natürlich online dennoch machen …




